Chronik
Gründung im Jahre 1965
Im Jahre 1965 fand die heutige Landjugend- und Volkstanzgruppe ihren Ursprung. Am Anfang trafen sich 6-10 Jugendliche unregelmäßig, um gemeinsam etwas zu unternehmen: es wurde gemeinsam gespielt, getanzt, diskutiert und gefeiert. Irgendwann wurde daraus ein regelmäßiges wöchentliches Treffen, und zwar mittwochabends von 20 - 23 Uhr.
Erste Auftritte in einfacher Tracht
Es wurden israelische Kreistänze getanzt. Diese waren einfach zu erlernen und machten viel Spaß. Später kam man dem hiesigen Volkstanz immer näher. Da diese Art der Begegnung auch in der Öffentlichkeit an Zuspruch gewann, wagte man sogar Auftritte. Die Mädchen trugen damals weiße Blusen zu einfachen schwarzen Röcken. Die Tracht der Jungen bestand aus schwarzer Hose und weißem Hemd mit einem einfachen schmalen Samthalsband darauf.
Steigende Beliebtheit
Die Auftritte zogen Kreise, und man beschloss, sich einheitliche rote Westen anzuschaffen. Mit diesem neuen Outfit wurde ein Gruppenfoto aufgenommen und in Form von 3.000 Postkarten vervielfältigt. Die ersten Werbeflyer waren geschaffen und wurden zu 50 Pfennig pro Stück verkauft.
Neue Tracht für mehr Abwechslung
Bei öffentlichen Auftritten sollte etwas mehr Abwechslung geboten werden. Deshalb wurde eine zweite Garderobe, die sogenannten "Russenkittel", für das große Repertoire der Kreistänze angeschafft.
Entschluss alte Trachten zu pflegen
1971 nahmen wir am 11. Hessentag in Eschwege teil. Dieser Hessentag mit vielen Trachtengruppen aus anderen Regionen Hessens hat wohl im Wesentlichen den Entschluss geprägt, doch auch unsere hiesigen Bauerntrachten weiterhin zu erhalten und zu pflegen. Denn außer den uniformierten Spielmanns- und Fanfarenzügen gab es aus unserem damaligen Kreis Eschwege keine Trachtengruppe.
Steigende Zahl der Mitglieder und Auftritte
Die Mitgliederzahl war im Laufe der Zeit auf 18 angestiegen. Mittlerweile war die Volkstanzgruppe schon in der Region bekannt und wurde auch gern zu Feierlichkeiten geladen, um diese mit Volkstanzaufführungen zu bereichern.
Aus unseren hiesigen Bauernhäusern wurden die noch vorhandenen Sonntagsgewänder der Frauen für Auftritte ausgeliehen. Die Mädchen trugen künftig diese Trachtenoriginale, die Jungen schwarze Hosen und weiße Hemden. Mit diesem neuen alten Outfit stieg die Anzahl der Auftritte auf ca. 20 im Jahr an.
Neue Tänze in Bayerntracht im Jahre 1974
Neue Tänze forderten neue Trachten. Der "Holzhackertanz" zusammen mit den "Hammerschmiedgesellen" brachte 1974 neuen Aufschwung. Die Mädchen trugen zu diesen Tänzen Dirndl, die Jungen Lederhose mit Hosenträgern, weiße Trachtenhemden und Lodenhut. Mit dieser Tracht ausgerüstet ging es dann auf der Bühne den Birkenstämmen mit Äxten und Sägen ans Leder.
Das ist bis heute so.
Neue Trachten im Jahre 1976
1976 ließen wir von einer Schneiderin sieben Mädchentrachten nach dem Original-Vorbild unserer hiesigen Bauerntrachten nähen. Die Mädchentracht bestand aus: weißen Wollstrümpfen, schwarzem Rock, blauer Schürze, weißer Bluse, Rosentuch um die Schulter und schwarzem Häubchen mit Bändern als Kopfbedeckung. Die neue Tracht der Jungen setzte sich zusammen aus: schwarzer Hose, blauem Leinenkittel mit einem roten Halstuch darüber und schwarzem Käppchen aus Samt. In dieser Tracht werden bis heute die meisten unserer Tänze vorgeführt.
Vereinssatzung im Jahre 1977
Aufgrund steigender Popularität und Mitgliederzahl war es im Jahre 1977 an der Zeit, eine Satzung zu fassen. Sie sollte dem Verein eine gewisse verwaltungs-technische Ordnung auferlegen.
In dieser Satzung verankert wurden beispielsweise:
§1 Name und Sitz: Die Gruppe von Jugendlichen hat sich unter dem Namen "Landjugendgruppe Hosbachtal" mit Sitz in Sontra - Stadthosbach, Werra-Meißner-Kreis, zusammengeschlossen.
§2 Ziel und Aufgabe: Die LJG setzt sich zum Ziel, die Gemeinschaft der Jugendlichen zu fördern und einen besseren Kontakt untereinander herzustellen. Die Hauptaufgabe ist Volkstanz.
Des Weiteren wurde festgeschrieben, dass jährlich auf einer Mitgliederversammlung ein 5-köpfiger Vorstand gewählt wird: Vorsitzende/er, stellvertr. Vorsitzende/er, Kassenwart/in, Schriftführer/in und Pressewart/in.
Immer neue Ideen in den 80er Jahren
Anfang der 80er wurde wieder eine neue Idee geboren. Die Kombination aus Musik und Tanzbild sollten das Publikum überwältigen. Der Bändertanz war ideal dafür geschaffen. Doch er erforderte sehr viel Geduld und Übungsstunden, die jedoch hinterher stets mit tosendem Applaus vom Publikum belohnt wurden. Auf zahlreichen Tanzlehrgängen und - Seminaren lernten wir immer wieder neue Volkstänze kennen, die anschließend gemeinsam einstudiert wurden und unser Repertoire bis heute bereichern.
Volkstanzgruppe Hosbachtal im Hessenfernsehen
Erste Fernsehkontakte erlebten wir, als die Serie "Hessen à la carte" in unserer Nachbarschaft, im Ringgau, zu Besuch war. Wir wurden nach Ringgau - Datterode eingeladen, um die Sendung mit unserer Tanzdarbietung zu untermalen.
Trachtenfest im Jahre 1992
1992 wurde eine Kirmes mit Trachtenfest veranstaltet, um aus dem Erlös einen lang gehegten Wunsch finanzieren zu können - eine Standarte. Diese Standarte ist bis heute ein nützliches Utensil für uns dem Publikum gerade bei Festumzügen namentlich damit wir uns vorstellen können.
30jähriges Bestehen im Jahre 1995
Mit einem weiteren Trachtenfest feierten wir im Jahre 1995 unser 30jähriges Bestehen in Stadthosbach. Der Menschenandrang und Zuspruch war enorm und übertraf unsere Erwartungen erheblich.
Auftritt im Fernsehen in der Sendereihe AIDA
Nach drei erfolgreichen Auftritten in der HR-Sendereihe AIDA (Aufbruch in den Alltag) hier im Hosbachtal (Kirchhosbach, Stadthosbach und Thurnhosbach) wurden wir zu einer "Best of" - Veranstaltung aller bis damals 250 gesendeten Beiträge in eine weitere Fernsehshow eingeladen.
40jähriges Bestehen im Jahre 2005
Im Jahre 2005 wurde ein Wochenende lang Kirmes im Zeichen des 40jährigen Bestehens der Volkstanzgruppe Hosbachtal gefeiert. Diesmal waren wir nicht der alleinige Ausrichter. Als Mitorganisator hatten wir die "Thekenmannschaft Hosbachtal" im Boot - die hiesige Freizeit-Fußballmannschaft, deren Bestehen sich im Jahre 2005 zum 25. Mal jährte. Die dreitägige Kirmes gipfelte schließlich im gut organisierten Trachtenfest am Sonntagnachmittag, das auch diesmal zum vollen Erfolg wurde.
